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Päd. Grundsätze

Die Gesamtkonferenz der Gottfried-Linke-Realschule hat am  07.03.07 einstimmig beschlossen:

  Pädagogisches Leitbild und pädagogische Grundsätze an der Gottfried-Linke-Realschule

 1.      Bezugsrahmen

Neben dem Unterrichten, Beurteilen und Beraten gehört das Erziehen zu den Hauptaufgaben einer Lehrkraft. Der Rahmen für das Erziehen ist gesetzt durch:

-Artikel 1 Grundgesetz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“
-Niedersächsisches Schulgesetz §2/Bildungsauftrag
-Erlass: Die Arbeit in der  Realschule
-Schülervertrag der GLR und die Schulordnung

In diesen bedeutsamen Bezugsrahmen sind die pädagogischen Einwirkungen an der GLR einzuordnen.

 2.      Pädagogische Einwirkungen

Pädagogische Einwirkungen stärken die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler. Unser festes Bestreben ist, an unserer Schule ein positives Lern- und Arbeitsklima zur Regel werden zu lassen.

Pädagogische Einwirkungen geben Sicherheit im Verhalten bzw. bahnen eine Verhaltensänderung an. Schüler erhalten eine Orientierung durch Verabredungen, Regeln und Anforderungen.

Pädagogische Einwirkungen zielen auf ein soziales Verhalten im Umgang mit anderen.

2.1  Erziehungsmittel – Einwirkungen ohne sanktionierenden Charakter:

Verstärkung, Bekräftigung

Pädagogische Einwirkungen ohne sanktionierenden Charakter sind besonders geeignet, die Entwicklung des Schülers zu fördern. Sie sind ausgerichtet auf die Stärkung der Schülerpersönlichkeit, auf Verhaltenssicherheit und auf Verhaltensänderung der Schülerinnen und Schüler. Sie bekräftigen und verstärken das gewünschte Verhalten. Ein freundlich-bestimmtes Lehrerverhalten ist unabdingbar; ein positives Schülerbild ist selbstverständlich.

Einwirkungen auf Schüler (Beispiele):
- Lob, Bestätigung und Verstärkung im täglichen Unterricht
- Anerkennung durch positive Vermerke im Zeugnis. Teilnahmebescheinigung mit Würdigung in den Arbeitsgemeinschaften.
- Positive Kommentierungen bei Klassenarbeiten und Lernzielkontrollen
- Auszeichnungen wie Urkunden und kleine Preise

Einwirkungen auf die Klasse/Lerngruppe (Beispiele):
- Lob, Bestätigung und Verstärkung der gesamten Klasse bei positiver Mitarbeit
- Bestätigung durch Tagesfahrten und Klassenfahrten
- Anerkennung durch Teilnahme am musisch-kulturellen Abend
- Auszeichnungen/Preise, z. B. Mathematikolympiade in den Jahrgängen, Spelling-Bee
  in Englisch, Kunstwettbewerbe, Auftritte der Schulbands in der Öffentlichkeit und Vorlesewettbewerb
- Preis für soziales Engagement während der Schulzeit in Klasse 10 (Alstom),
- Verteilung der Ehrenurkunden und Klassenwettkämpfe vor der Schulöffentlichkeit

Diese bekräftigenden Erziehungsmittel/Einwirkungen haben eindeutig Vorrang vor solchen mit sanktionierendem Charakter. 

2.2  Erziehungsmittel – Einwirkungen mit sanktionierendem Charakter

Im Rahmen der pädagogischen Verantwortung verfügt jede Lehrkraft über eine Skala von Möglichkeiten, auf kleinere Störungen oder Konflikte im Unterricht, wie z.B. Unaufmerksamkeit, Unpünktlichkeit, Unvollständigkeit der Arbeitsmittel, zu reagieren:
- Anschauen (Gestik, Mimik, Blickrichtung)
- Schweigen
- Ermahnen (Stimmführung)
- mündlicher Tadel
- Gespräch unter vier Augen oder im kleinen Kreis
- Vereinbarungen (s. auch Schülervertrag)

Erziehungsmittel mit deutlich sanktionierendem Charakter, wenn der Unterricht beeinträchtigt wird oder Pflichten verletzt werden:
- Eintrag in das Schülerbuch
- Gespräch mit Eltern/Erziehungsberechtigten
- schriftlicher Tadel
- Wiederholung nachlässig angefertigter Arbeiten
- Anfertigung zusätzlicher häuslicher Übungsarbeiten
- vorübergehende Wegnahme von Gegenständen
- Verweisung aus dem Unterrichtsraum – die Aufsichtspflicht der Schule bleibt dabei unberührt
- Wiedergutmachung eines angerichteten Schadens
- Auferlegung besonderer Pflichten
- besondere schulische Arbeitsstunden unter Aufsicht
- Nachholen schuldhaft versäumten Unterrichts
- Ausschluss von besonderen Veranstaltungen

Eine Mitteilung an die Erziehungsberechtigten zu Informationszwecken kann unterstützend wirken und ist im Einzelfall notwendig.

Kollektivmaßnahmen dürfen nur angewandt werden, wenn sie durch das Verhalten aller
Schüler einer Klasse oder Lerngruppe erforderlich werden.

Angst ist unzulässig, ebenso eine körperliche Züchtigung.

Bei mehrfacher Anwendung wird empfohlen, Eltern in Kenntnis zu setzen.

Diese Erziehungsmittel/Einwirkungen mit sanktionierendem Charakter haben Vorrang vor den Ordnungsmaßnahmen.

2.3  Ordnungsmaßnahmen

Wenn erzieherische Einwirkungen nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben, dann beinhalten schulrechtliche Maßnahmen die letzte Stufe des Einwirkens. Sie müssen somit die letzte Stufe des Eingriffs und damit Ausnahme bleiben, soll ihre Wirkung nicht verlorengehen. Nur bei groben Pflichtverletzungen ist eine Ordnungsmaßnahme zulässig, z.B.: nachhaltige Störung des Unterrichts, Leistungsverweigerung, unentschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht, wobei eine gestufte Anwendung zu beachten ist.

- Überweisung in eine Parallelklasse (vorher Androhung möglich)                                                                                                     
- Überweisung in eine andere Schule der gleichen Schulform (Androhung im Regelfall notwendig)
- Androhung des Ausschlusses vom Unterricht
- Ausschluss vom Unterricht

Vor der Anwendung schulrechtlicher Maßnahmen sind jeweils alle Parteien zu hören. Die Maßnahmen sind immer mit einer konkreten Begründung zu versehen, sodass die Logik der Maßnahme genau nachvollzogen werden kann.

 3.      Lernen am Modell

Neben dem Lernen durch Bekräftigung und Verstärkung spielt das Lernen am Modell/ Beobachtungslernen eine bedeutsame Rolle. Die Lehrkraft ist ein Modell, ebenso die Erziehungsberechtigten, aber auch die Schüler.

Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Ordnung, Freundlichkeit, Erscheinungsbild sollten vor- bildhaft und Äußerungen sollten reversibel sein, denn sie werden auch am Modell gelernt.

4.      Transparenz – Gespräche und Vereinbarungen sowie Beteiligung

Wie in allen Bereichen der Arbeit einer Lehrkraft ist auch bei der Erziehung Transparenz anzustreben. Die erwarteten Arbeits-, Lern- und Verhaltensregeln sowie Konsequenzen bei Nicht-Beachtung sind rechtzeitig und deutlich anzusprechen. Arbeits- und Verhaltensregeln kann sich eine Klasse selbst geben und sichtbar aushängen.

Die Einhaltung sollte immer wieder thematisiert werden.     

Gespräche auf verschiedenen Ebenen haben Vorrang vor schulrechtlichen Maßnahmen:
- regelmäßige Klassengespräche
- schriftliche Mitteilung an die Eltern
- Elterngespräche
- Vereinbarungsgespräche (zwischen Schülern, Lehrkräften und Eltern) mit Zielverein-    
   barung, die schriftlich festgehalten wird.

         Dies kommt z.B. bei schwerwiegenden und fortgesetzten Störungen des Unterrichts
         in Betracht, bei besorgniserregendem Arbeits-, Leistungs- oder Sozialverhalten, bei
         häufigen Fehlzeiten oder ernsten Verhaltensproblemen. Bei Bedarf  ist die Teilnahme
         der Beratungslehrerin, der Sozialpädagogin, des Schulleiters bzw. seines Stellvertreters
         wünschenswert.

- pädagogische (Klassen-)Konferenz

5.      Schlussbemerkung

Eine abschließende und festlegende Aufzählung aller pädagogischen Einwirkungsmöglichkeiten ist weder möglich noch wünschenswert,  weil sie die situationsangemessene pädagogische Entscheidungsfreiheit und Verantwortung der Lehrkräfte unangemessen einschränken würde.

Bedeutsam sowie von hoher Wirksamkeit bleibt das erzieherische Handeln der  Lehrerpersönlichkeit, die sich ihrer Gesamtverantwortung bewusst ist

(siehe oben: Bezugsrahmen).
                                                                                                                                                                                         
oben

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